Er heisst Baumpieper, lebt aber auf der Wiese. Seinen Gesang verschenkt er im freien Fall.

Baumpieper – ein singender Fallschirm

Baum im Namen, Boden im Leben
Obwohl er «Baumpieper» heisst, lebt und brütet er hauptsächlich am Boden. Bäume nutzt er vor allem als Singwarte. Er jagt, indem er am Boden umherläuft, Beute erspäht und kleine Insekten blitzschnell von Boden oder Pflanzen abpickt.

Atemberaubender Singflug
Von einer Baumspitze startend steigt der Baumpieper still in den Himmel. Und dann passiert’s: Im langsamen Fallschirmflug gleitet er zurück zur Erde. Flügel weit, Schwanz gespreizt, und mitten in diesem Schweben füllt sein Gesang die Luft – leicht, lebendig, unverwechselbar.
Der Baumpieper braucht Wiesen, die summen und brummen. Wo Insekten fehlen, fehlt auch er.

Lieblingsspeise Insekten und Wassertropfen auf Pflanzen
Kleine Insekten wie Käfer, Raupen und Heuschrecken stehen täglich auf seinem Menüplan. Als Bodenjäger spürt er diese geschickt auf und pickt sie blitzschnell auf. Besonders charmant: Seinen Durst löscht der Baumpieper oft nicht an einer Wasserstelle, sondern durch Wassertropfen, die an Gräsern und Blättern hängen.

Versteckt aufwachsen
Der Baumpieper beginnt seine Brut meist im Mai. Nur das Weibchen brütet, und es verlässt das in der Wiese gut versteckte Nest mehrmals täglich zur Nahrungssuche. Nach rund zwei Wochen schlüpfen die Jungen und bleiben noch etwa zwei weitere Wochen im Nest. Oft folgen Zweit- und Drittbruten, bis die letzten Jungen im Juli flügge werden.