Sie ist da. Man hört sie. Aber man sieht sie nicht.

Wachtel – verborgen im Gras

Heimliche Stimme der Wiesen
Im hohen Gras bleibt sie fast immer verborgen und perfekt getarnt. Man hört ihren Ruf viel häufiger, als man je einen Blick auf sie erhascht. Oft merkt man erst nachts, dass sie direkt neben einem lebt.

Ein beliebtes Wellness-Ritual
Im warmen Sonnenlicht nehmen Wachteln gerne Sand- oder Staubbäder, um ihr Gefieder zu pflegen. Der feine Sand hilft ihnen, Schmutz und Parasiten loszuwerden. So bleibt ihr Federkleid sauber, trocken und perfekt für das Leben in der blütenreichen Wiese.
Wo ihr Ruf verstummt, ist die Wiese zu kurz, zu kahl, zu leer. Die Wachtel braucht Gräser und Blumen, die wachsen dürfen.

Isst alles, was die Wiese hergibt
Meistens steht bei der Wachtel pflanzliche Kost auf dem Menü: Samen, Gräser und alles, was die Wiese hergibt. Im Frühling und Sommer gönnt sie sich dann zusätzlich gerne Insekten, perfekt für die extra Portion Eiweiss während der Brutzeit.

Doppelte Brutreise
Nach der Überwinterung in Afrika kommt die Wachtel im Frühling nach Europa und brütet zuerst im südlichen Mittelmeerraum. Anschliessend ziehen viele Vögel weiter nach Norden, auch in die Schweiz, wo sie erneut brüten. So nutzt sie den Sommer in zwei Regionen, ein bemerkenswertes Brutverhalten.